Kardiologe Ennepe Ruhr

Über unsere Untersuchungen

Event-Rekorder
Die EKG-Aufzeichnung mittels Event-Recorder ist geeignet, um relativ selten auftretende Herzrhythmusstörungen zu erfassen.

Sie haben die Möglichkeit, das Gerät 1 bis 3 Wochen zu behalten und im Bedarfsfall, also wenn Sie Ihre Beschwerden verspüren, eine EKG-Aufzeichnung anzufertigen und elektronisch direkt an die Praxis zu senden – egal wo Sie sich gerade befinden. Das EKG-Aufzeichnungsgerät (Event-Recorder) registriert laufend Ihr EKG und ist in ständiger Aufnahmebereitschaft. Sie sollten das Gerät möglichst ununterbrochen tragen und können den Recorder kurzzeitig, z.B. während der Körperpflege, abnehmen. Eine Elektrode wird auf das Brustbein, die andere unter die linke Brust geklebt. Bei Beschwerden drücken Sie auf den Aufnahmeknopf, bis ein akustisches Signal ertönt: so wird die Aufnahme gestartet (aufgezeichnet werden die Minute vor Drücken des grünen Knopfs und eine Minute danach). Das Ende der Aufzeichnung wird durch einen erneuten Signalton angezeigt. Falls die Beschwerden andauern oder wiederkehren, sollten Sie weitere Aufnahmen vornehmen.

Echokardiographie (Herzultraschall)
Die Ultraschalluntersuchung des Herzens erlaubt nicht-invasiv, also von außen durch die Brustwand, schmerzfrei und risikolos, die Beurteilung der Herzfunktion mit einer Ultraschallsonde. Wandbewegungsstörungen weisen auf Herzmuskelerkrankungen oder abgelaufene Herzinfarkte hin, eine Verdickung der Herzmuskulatur auf einen Bluthochdruck oder besondere Herzmuskelerkrankungen. Auch Herzklappenveränderungen können detailliert dargestellt werden. Durch Blutfluss-Geschwindigkeitsmessungen (Doppler) und farbkodierte Darstellung ist es möglich, die Herzfunktion und Kreislaufsituation umfassend zu beurteilen. Die Farbdoppler-Echokardiographie stellt die Blutströme im Herzen dar und führt zu einer genauen Beurteilung der Herzklappen (Undichtigkeit / Einengung, Beurteilung künstlicher Herzklappen), von Einengungen im Inneren der linken Herzkammer (bei Wandberdickungen / hypertropher Kardiomyopathie), von Löchern in der Scheidewand der Herzvorhöfe oder Herzkammern (Vorhofseptumdefekt, Ventrikelseptumdefekt). Es wird auch die Berechnung von wichtigen Druckwerten ermöglicht (Druckerhöhung im Lungenkreislauf bei Lungenstauung / Herzinsuffizienz / Lungenembolie).

TEE (Schluckultraschall des Herzens)
Als transösophageale Echokardiographie wird die Ultraschalluntersuchung des Herzens durch die Speiseröhre (Ösophagus) bezeichnet. Der kleine Ultraschallkopf befindet sich in der Spitze einer biegsamen Schlauchsonde, die durch den Mund über den Rachen in die Speiseröhre eingeführt wird. Hier liegt sie unmittelbar hinter dem Herzen in idealer Schallposition. Dies ermöglicht die Verwendung besonders hochfrequenter Sonden mit sehr guter Auflösung für eine ausgezeichnete Bildqualität mit verbesserter Detailerkennung des Herzens sowie der großen angrenzenden Gefäße. Diese Methode ist sehr hilfreich, wenn die übliche Ultraschalluntersuchung des Herzens von außen (Echokardiographie) durch die Brustwand keine ausreichende Diagnose gestattet, wie z.B. bei sehr schlechten Schallverhältnissen von Außen. Oft besteht die Notwendigkeit, bestimmte Herzklappenstrukturen genau darzustellen (z.B. bei Herzklappenentzündung - Endokarditis, Papillarmuskelabriss) oder im Rahmen der Suche nach Emboliequellen (bei Schlaganfall oder vor einer Elektrokardioversion) das linke Herzohr, eine Struktur im linken Vorhof, die von außen nicht zu beurteilen ist, genau darzustellen, um mögliche Gerinnsel zu erkennen. Nach Gabe eines Kontrastmittels in die Vene können mögliche Öffnungen, insbesondere in der Vorhofscheidewand, genau dargestellt werden, die ohne Behandlung das Risiko des Übertritts von Gerinnseln mit der Folge von Schlaganfällen beinhalten (diese sog. Vorgofseptumdefekte können mittlerweile kathetertechnisch unter TEE-Kontrolle verschlossen werden).

Durchführung der TEE - Die Ultraschalluntersuchung des Herzens durch die Speiseröhre ist ein risikoarmes Verfahren und wird in der Praxis durchgeführt. Vor der Untersuchung müssen Sie 4 Stunden nüchtern bleiben. Zu Beginn, vor Einführen des Instrumentes, wird der Rachenraum mit einem Spray betäubt. Herausnehmbarer Zahnersatz wird entfernt und es wird ein Beißring zum Schutz der Ultraschallsonde und zur Vermeidung von Verletzungen des Untersuchers platziert. Die Untersuchung dauert ca. 5 bis 10 Minuten und erfolgt in Linksseiten-Lage oder im Sitzen. Sie ist nicht schmerzhaft. Besonders beim Einführen des Gerätes in die Speiseröhre kann es zu Würgereiz und verstärktem Speichelfluss kommen. Die Atmung ist nicht behindert. Nach der Untersuchung soll bis zum Abklingen der örtlichen Betäubung des Rachens (etwa nach einer Stunde) keine Speisen oder Getränke aufgenommen werden, da es sonst zur Aspiration (Verschlucken) kommen kann. Über weitere Details werden sie im vorbereitenden ärztlichen Gespräch informiert.

Mögliche Risiken - Die TEE kann als risikoarme Untersuchung bezeichnet werden. Schwerwiegende Komplikationen, Verletzungen der Speiseröhre, sind nur in vereinzelten Fällen beschrieben worden (bei Speiseröhrenerkrankungen ist die Untersuchung unter Umständen kontraindiziert, d. h. nicht erlaubt). Ebenfalls sehr selten sind Blutungen, Bronchospasmus (Verengung der Bronchien mit Atemnot), Herzrhythmusstörungen oder Angina pectoris (abhängig vom Schweregrad einer zugrunde liegenden Herzerkrankung).

Stress-Echokardiographie
Mit der Stress-Echokardiographie ist sehr differenziert der Nachweis von Durchblutungsstörung des Herzens möglich. Die Aussagekraft ist erheblich höher als beim Belastungs-EKG, das eine Treffsicherheit von nur etwa 60-70% aufweist (Steigerung auf etwa 80-90% bei der Stress-Echokardiographie unter guten Schallverhältnissen und bei der Myokardszintigraphie). Es wird mittels einer Ultraschall-Untersuchung die Pumpkraft des Herzens unter Belastung analysiert. Ein gesunder Herzmuskel kann die Pumpleistung der Belastung angepasst steigern. Bei Durchblutungsstörungen zeigt sich eine Wandbewegungsstörung, die aufgrund der Lokalisation und Ausdehnung Rückschlüsse auf den Schweregrad einer zugrunde liegenden Erkrankung zulässt. Vor, während und nach einer fahrradergometrischen Belastung, möglichst in halbliegender Position und halblinker Seitenlage auf einem speziellen Ergometer, werden echokardiographische Untersuchungen durchgeführt und nach neuen oder sich verstärkenden Wandbewegungsstörungen gesucht, die auf regionale Durchblutungsstörungen hinweisen. Die Auswertung erfolgt computergestützt mit Hilfe der digitalen Bildverarbeitung. Falls eine körperliche Belastung nicht möglich ist, kann die Untersuchung auch durch die Gabe von Medikamenten erfolgen (Dobutamin). In der Regel wird in unserer Praxis die Dobutamin Methode angewendet, da die Aussagekraft nicht durch Bewegungsartefakte während der Untersuchung beeinträchtigt wird.

Farb-Duplex-Sonographie (Gefäßultraschall)
Bei dieser speziellen Form der Ultraschalluntersuchung werden die Gefäße (Arterien, Venen) mit höchster Auflösung dargestellt, um eine exakte Beurteilung der Gefäßwand (hinsichtlich Plaques, Ablagerungen, Einengungen, Verschlüsse) vorzunehmen. Zusätzlich werden mittels der farbcodierten Dopplertechnologie Blutflüsse sichtbar gemacht und Blutflussgeschwindigkeiten gemessen. Die farbcodierte Duplexsonographie erlaubt eine genaue Beurteilung wichtiger Arterien (A. carotis / Halsschagader, der Bein-, Becken-, Bauch-, Becken- und Beinarterien) sowie der Venen (Thrombose, postthrombotisches Syndrom, Klappeninsuffizienzen / -undichtigkeit).

Spiroergometrie
Die Untersuchung erfolgt, ähnlich wie das Belastungs-EKG, an einem Fahradergometer oder Laufband mit individuell ermittelten, ansteigenden Belastungsstufen unter laufender EKG-Aufzeichnung und Kontrolle der Kreislaufverhaltens (Blutdruck, Puls). Beurteilt werden neben der erreichten Belastbarkeit, des Blutdruck- und Herzfrequenzverhaltens sowie des EKG insbesondere die Ergebnisse der kontinuierlichen Messung des Gasaustauschs (Sauerstoffaufnahme, Kohlendioxidproduktion) und des Atemminutenvolumens. Die Untersuchung gestattet unter anderem Aussagen zur körperlichen Belastbarkeit bei Herzinsuffizienz / Herzmuskelschwäche. Auch bei Sportlern findet die Untersuchung zur Beurteilung des Trainingseffekts /-zustands regelmäßig Anwendung.