Kardiologe Ennepe Ruhr

Herzschrittmacher und Herzschrittmacherkontrolle

Bitte Beachten - wichtige Information! - In unserer Praxis werden alle Schrittmachertypen kontrolliert. Auch die sog. AICD (ICD) Systeme. Beachten Sie bitte eine rechtzeitige Anmeldung zum Kontrolltermin (in der Regel wird Ihnen der nächste Kontrolltermin bereits immer schon nach der Schrittmacherkontrolle mitgeteilt und in Ihren Schrittmacherausweis eingetragen - Fragen Sie bitte nach falls dieses nicht geschieht!) Bringen Sie bitte immer Ihren Schrittmacherausweis mit!

Grundprinzipien - Das Herz ist eine Muskelpumpe, die aus 4 Herzkammern besteht: aus den Vorhöfen strömt das Blut in die Hauptkammern. Die rechte Herzkammer pumpt das Blut zur Sauerstoffanreicherung durch die Lunge, die linke Kammer (die kräftigste Herzkammer) in den gesamten Körper.

Die Herzfrequenz - Der Puls, die Herzfrequenz, wird normalerweise vom Sinusknoten, dem natürlichen Schrittmacher des Herzens, vorgegeben. Er gibt elektrische Impulse aus, die sich über die Vorhöfe verbreiten und mit einer leichten Verzögerung über den AV-Knoten auf die Hauptkammern übertragen werden. So wird ein geordneter, koordinierter Kontraktionsablauf des Herzens erreicht, normalerweise mit einer Frequenz von 60-80 Schlägen pro Minute in Ruhe (entsprechend etwa 5 Litern Blut) und entsprechender Steigerung unter Belastung. Ursache für einen zu langsamen Puls kann eine Störung im Sinusknoten sein, so dass die Sendefrequenz zu niedrig ist. Weiterhin können Störungen der Erregungsleitung, z.B. im AV-Knoten, vorliegen. Neben der Pulsverlangsamung tritt auch eine Störung der Koordination der Pumpaktion zwischen Vorhöfen und Kammern auf. Folge ist eine Kreislaufschwäche, die zu Müdigkeit, Schwächegefühl, Kollaps und Bewusstlosigkeit führen kann.

So hilft der Herzschrittmacher - Er kann die zu langsamen Sinusknotensignale ersetzen, die Koordination der Aktionen von Vorhöfen und Kammern wiederherstellen und sicherstellen, dass die Hauptkammern in ausreichender Frequenz schlagen.

Schrittmacherimplantation - Der Schrittmacher wird im Rahmen eines kleinen operativen Eingriffs in örtlicher Betäubung unter die Haut unterhalb des Schlüsselbeins implantiert. Die Elektroden, die die Impulse zum Herzen überleiten, werden durch eine Vene zum Herzen vorgeführt und dort verankert.

Schrittmacherkontrollen - Die Überprüfung eines Herzschrittmachers erfolgt meist in Abständen von 6 bis 12 Monaten, um den Batteriezustand und die Funktion des Aggregats sowie der Sonden zu testen. So sollen frühzeitig Batterieerschöpfung oder evtl. Sondenprobleme erfasst werden, bevor es zu Funktionsausfällen kommt. Durch spezielle, individuelle Programmierung der modernen Aggregate können in vielen Fällen die Funktion des Schrittmachers und der Nutzen für den Patienten verbessert werden. In unserer Praxis werden alle Schrittmachertypen überprüft.

ICD (implantierbarer Cardioverter / Defibrillator) - Der ICD (implantierbarer Cardioverter / Defibrillator) - auch AICD genannt - ist ein einem Herzschrittmacher ähnliches Gerät, das den Herzrhythmus ständig überwacht und im Falle behandlungsbedürftiger Rhythmusstörungen verschiedene Möglichkeiten zur Behandlung der Arrhythmie bietet. Neben der Funktion des Herzschrittmachers (Verhindern eines kritischen Pulsabfalls) ist die

Hauptaufgabe des Aggregats, schwerwiegende, auch lebensbedrohliche Formen von Rhythmusstörungen zu beenden und eine normale Herzschlagfolge wieder herzustellen. Bei einigen Arrhythmien (meist bei so genannten ventrikulären Tachykardien, VT, einer gefährlichen Form des Herzrasens) besteht die Behandlung in der Abgabe einzelner, schwacher elektrischer Impulse, die vom Patienten nicht wahrgenommem werden, die Tachykardie aber beenden können. Bei schwersten, auch lebensbedrohlichen Rhythmusstörungen (Kammerflimmern, sehr schnelle VT) wird zu deren Beendigung ein stärkerer Energieimpuls, ein Schock, verabreicht, den der Patient als heftigen Ruck oder Stoss im Brustkorb verspüren kann.

Bei welchen Erkrankungen wird der ICD eingestetzt? - Behandlungsbedürftige Herzrhythmusstörungen treten in der Regel bei Patienten mit schwerer zugrunde liegender Herzerkrankung auf, meist bei stark eingeschränkter Pumpkraft des Herzmuskels als Folge von Durchblutungsstörungen und abgelaufenen Herzinfarkten (koronare Herzerkrankung). Auch bei primären Herzmuskelerkrankungen (Kardiomyopathie) kommt es mit zunehmender Einschränkung der Pumpkraft des Herzens häufiger zu schweren Arrhythmien. Nur selten treten derartige Rhythmusstörungen erkennbare weitere organische Herzerkrankung auf. Bei der ventrikulären Tachykardie (VT) liegt der Ursprung des Herzrasens im Bereich der Herzkammer; meist liegt hier eine Infarktnarbe vor. Es tritt ein rasend schneller Puls auf, in dessen Folge es zur Kreislaufschwäche oder zum Kreislaufzusammenbruch kommt. Schwindel, Ohnmacht und Herzstillstand können die Folge sein. Das Kammerflimmern ist die gefährlichste Form der Herzrhythmusstörung. Sie führt unbehandelt rasch zum Tod (plötzlicher Herztod, Herzschlag). Das Herz flimmert rasch und unkoordiniert, anstatt normal zu schlagen; ein sofortiger Kreislaufzusammenbruch ist die Folge. Die einzige wirksame Form der Behandlung ist die rasche, möglichst sofortige Defibrillation (Abgabe eines Elektroschocks durch einen externen Defibrillator oder einen ICD).

So hilft der ICD - Bei ventrikulären Tachykardien, VT, besteht die Behandlung zunächst in der Abgabe einzelner, schwacher elektrischer Impulse, die vom Patienten nicht wahrgenommem werden, die Tachykardie aber beenden können. Bei schwersten, auch lebensbedrohlichen Rhythmusstörungen (Kammerflimmern, sehr schnelle VT) wird zu deren Beendigung ein stärkerer Energieimpuls, ein Schock, verabreicht, den der Patient als heftigen Ruck oder Stoss im Brustkorb verspüren kann.

ICD-Implantation - Die Implantation eines modernen ICD erfolgt im Rahmen eines kleinen operativen Eingriffs in örtlicher Betäubung unter die Haut unterhalb des Schlüsselbeins, ähnlich der Implantation eines Herzschrittmachers. Die Elektroden, die die Impulse und auch einen Schock am Herzen abgeben können, werden durch eine Vene zum Herzen vorgeführt und dort verankert.

ICD-Kontrollen - Die Überprüfung eines ICD erfolgt meist in Abständen von 3 bis 6 Monaten, um den Batteriezustand und die Funktion des Aggregats sowie der Sonden zu testen. So sollen frühzeitig Batterieerschöpfung oder evtl. Sondenprobleme erfasst werden, bevor es zu Funktionsausfällen kommt. Die Haltbarkeit der Batterie liegt, auch in Abhängigkeit von der Häufigkeit der Therapieabgabe, zwischen 4 und 6 Jahren. Die Batterieerschöpfung tritt allmählich ein und wird im Rahmen der normalen Kontrolluntersuchungen rechtzeitig erkannt. Es ist dann erforderlich, einen neuen ICD zu implantieren. Die Sonden zum Herzen müssen in der Regel nicht ersetzt werden. Es ist ein kleiner Eingriff, der in örtlicher Betäubung durchgeführt ist.

Können andere elektrische Geräte die Funktion des ICD gefährden? - Das ICD-System ist so gut abgeschirmt, dass die meisten elektrischen Geräte die Funktion des Schrittmachers nicht beeinträchtigen (Computer, Büro-, Küchen- und Haushaltsgeräte etc.). Elektromotor-betriebene Geräte wie Bohrmaschinen oder andere Handgeräte sollen nicht näher als unbedingt erforderlich an den ICD herangeführt werden. Die Sicherheitseinrichtungen in Flughäfen oder Diebstahlsicherungen an den Ausgängen von Geschäften haben meist auch keinen Einfluss auf die Funktion; es empfiehlt sich dennoch, zügig durch die Anlagen hindurchzugehen. Vorübergehende Störungen können bei folgenden Geräten auftreten:

  • Hochspannungsleitungen / - antennen
  • Medizinische Geräte / Diathermiegeräte
  • Bestrahlung mit Hochenergiestrahlung
  • Elektroschweißgeräte
  • Große Industriemaschinen / Generatoren
  • Starke Magneten / Lautsprechermagneten
  • Funkgeräte.

Für den Gebrauch von Mobiltelefonen wird im Allgemeinen empfohlen, einen Mindestabstand von 15 bis 30 cm zwischen ICD und Telefon sicherzustellen. Das Handy soll also nicht in einer Brusttasche auf der gleichen Seite wie der ICD getragen werden. Beim Telefonieren soll das Handy auf der dem Schrittmacher entgegengesetzten Seite gehalten werden. Bei schnurlosen Haustelefonen bestehen keine Einschränkungen. Patienten, die auch auf die Schrittmacher-Funktion des ICD angewiesen sind, müssen die genannten Vorsichtsmaßnahmen genau einhalten, da auch eine Störung der Schrittmacherfunktion schwerwiegende Folgen haben kann. Der ICD-Ausweis soll immer mitgeführt werden. Weisen Sie alle behandelnden Ärzte, Zahnärzte und auch Physiotherapeuten darauf hin, dass Sie einen Schrittmacher tragen. Ebenso weisen Sie bitte bei Sicherheitskontrollen, z.B. auf dem Flughafen, darauf hin, da der ICD vom Metall-Detektor erkannt wird. Die Durchsuchung mit einem Handdetektor soll im Bereich des ICD ebenfalls zügig durchgeführt werden.

Häufig gestellte Fragen

Was passiert, wenn mein Schrittmacher versagt? - Bei Funktionsstörungen kann es zum Auftreten derselben Symptome wie vor der Schrittmacherversorgung kommen. Solche Störungen sind bei modernen Systemen und regelmäßigen Kontrollen nur sehr selten. Wichtig ist, dass die empfohlenen Routine-Kontrollintervalle eingehalten werden und zusätzliche Kontrollen im Falle von Beschwerden durchgeführt werden. Auch bei neu aufgetretenen Rhythmusstörungen kann durch eine Umprogrammierung des Schrittmachers geholfen werden.

Was ist bei Batterieerschöpfung zu beachten? - Die Batterieerschöpfung tritt allmählich ein und wird im Rahmen der normalen Kontrolluntersuchungen rechtzeitig erkannt. Es ist dann erforderlich, einen neuen Schrittmacher zu implantieren. Die Sonden zum Herzen müssen in der Regel nicht ersetzt werden. Es ist ein kleiner Eingriff, der in örtlicher Betäubung durchgeführt ist.

Können andere elektrische Geräte die Funktion des Herzschrittmachers gefährden? - Das Schrittmachersystem ist so gut abgeschirmt, dass die meisten elektrischen Geräte die Funktion des Schrittmachers nicht beeinträchtigen (Computer, Büro-, Küchen- und Haushaltsgeräte etc.). Elektromotor-betriebene Geräte wie Bohrmaschinen oder andere Handgeräte sollen nicht näher als unbedingt erforderlich an den Schrittmacher herangeführt werden. Die Sicherheitseinrichtungen in Flughäfen oder Diebstahlsicherungen an den Ausgängen von Geschäften haben meist auch keinen Einfluss auf die Schrittmacherfunktion; es empfiehlt sich dennoch, zügig durch die Anlagen hindurchzugehen. Vorübergehende Störungen können bei folgenden Geräten auftreten:

  • Hochspannungsleitungen / - antennen
  • Medizinische Geräte / Diathermiegeräte
  • Bestrahlung mit Hochenergiestrahlung
  • Elektroschweißgeräte
  • Große Industriemaschinen / Generatoren
  • Starke Magneten / Lautsprechermagneten
  • Funkgeräte.

Für den Gebrauch von Mobiltelefonen wird im Allgemeinen empfohlen, einen Mindestabstand von 15 bis 30 cm zwischen Schrittmacher und Telefon sicherzustellen. Das Handy soll also nicht in einer Brusttasche auf der gleichen Seite wie der Schrittmacher getragen werden. Beim Telefonieren soll das Handy auf der dem Schrittmacher entgegengesetzten Seite gehalten werden. Bei schnurlosen Haustelefonen bestehen keine Einschränkungen. Schrittmacher-abhängige Patienten müssen die genannten Vorsichtsmaßnahmen genau einhalten, da eine Funktionsstörung des Schrittmachers schwerwiegendere Folgen haben kann. Der Schrittmacher-Ausweis soll immer mitgeführt werden. Weisen Sie alle behandelnden Ärzte, Zahnärzte und auch Physiotherapeuten darauf hin, dass Sie einen Schrittmacher tragen. Ebenso weisen Sie bitte bei Sicherheitskontrollen, z.B. auf dem Flughafen, darauf hin, da der Schrittmacher vom Metall-Detektor erkannt wird. Die Durchsuchung mit einem Handdetektor soll im Bereich des Schrittmachers ebenfalls zügig durchgeführt werden.